„B-A-C-H ist Anfang und Ende aller Musik“, schrieb Max Reger 1906, und neben Busoni und vielleicht noch Mendelssohn hat sich von den „großen“ Komponisten wohl nur Max Reger so intensiv mit dem Werk Johann Sebastian Bachs auseinandergesetzt. Der Innsbrucker Michael Schöch ist genauso wie einst Bach (auf den Instrumenten seiner Zeit) und Reger auf der Orgel und dem Klavier gleichermaßen zuhause und insofern der ideale Interpret für diese zweite Folge der MDG-Reihe „inspired by J.S. Bach“. Schöch hat ein faszinierendes Programm zusammengestellt: die berühmte Toccata und Fuge d-Moll und sechs Choralvorspiele von Bach in Max Regers Übertragungen von der Orgel aufs Klavier, Regers Variationen über ein Thema von Bach op. 81 und schließlich seine Fantasie und Fuge über BACH op. 46 für Orgel, transkribiert für Klavier vom gleichaltrigen Klaviervirtuosen und Arrangeur August Stradal. Es ist spannend zu hören, wie feinfühlig Reger Bachs Orgelwerke aufs Klavier übertragen hat – und wie luzide und transparent die Stücke dadurch werden. Dagegen steht in erstaunlichem Kontrast die spätromantische Wucht von Regers eigene Kompositionen, in seiner berühmten BACH-Fantasie „gemildert“ durch den Klang des Klaviers. Michael Schöch spielt virtuos, variabel und spannungsreich – ein empfehlenswertes Album! Georg Stein

Max Reger inspired by J. S. Bach
Michael Schöch (Klavier)
Musikproduktion Dabringhaus und Grimm
MDG 904 2369-6 (SACD)
