Das Saxophon singt

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Er wolle die lyrische Essenz und die expressive Klangschönheit seines Instruments hervorheben, schreibt der spanische, inzwischen in Deutschland lebende Saxophonist Carlos Gimenez zu seinem CD-Debüt. In der Tat verbindet man das Saxophon fast immer nur mit Energie, Virtuosität und Power – und hat fast immer jazzige Klänge im Ohr. Gimenez‘ Programm ist ein kompletter Gegenentwurf. Es sind allesamt Lieder oder Arien für Gesang, die er fürs Sopran- oder Altsaxophon transkribiert hat. Und das funktioniert gut! Das Vorspiel und den „Liebestod“ aus Wagners „Tristan und Isolde“ mit Sopransaxophon und Klavier zu hören, ist zu Anfang gewöhnungsbedürftig, aber selbst das ist stimmig. Bei den Sechs Romanzen op. 38 von Rachmaninow oder den Liedzyklen von Xavier Montsalvatge und Fernando Obradors stellt man sich gar nicht mehr die Frage, ob es sich um Originale oder Arrangements handelt. Es ist schlichtweg schöne Musik, die der junge Spanier mit viel Gefühl und wunderbarem Ton präsentiert. Arnt Cobbers

Cantar del Alma

Werke von Federico Mompou, Sergej Rachmaninow, Xavier Montsalvatge, Richard Wagner und Fernando Obradors

Carlos Gimenez (Saxophon), José Alberto del Corro (Klavier)

Musikproduktion Dabringhaus und Grimm

MDG 903 2390-6 (SACD)