Schöner Querschnitt

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Welch schöner Querschnitt der ungeheuer reichen Musikkultur des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts! Für Farbenreichtum sorgen nicht nur die außergewöhnliche Zusammenstellung der Soloinstrumente von Cembalo über Laute und Violine bis Trompete, sondern auch die Mischung der Komponisten. Von den Barockmeistern Johann Melchior Molter, Johann Sigismund Weiss und Frantisek Jiranek geht es über das frühklassische Cembalokonzert Mozarts (nach einer Sonate von Johann Christian Bach) bis ins 19. Jahrhundert des Trompeters Joseph Höffner. Die Gattungen reichen dabei vom typischen dreisätzigen barocken Concerto über die interessante Sonata grossa Johann Melchior Molters (die gleich drei Solo-Trompeten benötigt) bis zu Höffners Introduktion und Polonaise für Klappentrompete aus den 1820er-Jahren. Sie ist das bemerkenswerteste Stück der Aufnahme, das die ganze virtuose Kraft der damals neuen Klappentrompete zeigt. Dem in Westfalen beheimateten Ensemble caterva musica gelingt es sehr gut, die eigene ästhetische Überzeugung umzusetzen: mit historischer Kenntnis und historischen Instrumente Menschen von heute emotional zu berühren. Klemens Hippel

Chaya Czernowin: Shifting Gravity

Ensemble Diotima, Ensemble Nikel, Ensemble Courage

Wergo

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