Anregend und frisch

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Matthias Krüger, geboren in Ulm, aufgewachsen in Brüssel und Trier, ausgebildet in Köln, Paris und New York, heute international als Komponist und Lehrender tätig, ist auch in seiner Musik ein Grenzgänger. Er überrascht mit neuen Zugängen im Umgang mit den Instrumenten, schlägt Brücken zwischen Instrumentalem und Elektronik, Konzert und Performance. Das zeigt eindrücklich sein aktuelles Album, „Rosebud“. Krügers Neugier macht auch vor der Orgel nicht halt. Sein Stück „contemp[s]lations“ bringt aufgrund raffinierter Registerbehandlungen ein faszinierendes Kontinuum mit Mikrotonalem hervor, was teils an Elektroakustik und Düsenflugzeuge erinnert. „renk“ macht das Klavier, „fuckin‘ A!“ das Saxophon zum Schlaginstrument. Von „orgiastischer Expressivität“ ist im Booklet die Rede. Das trifft auch auf „nun schauervoll einmalig blickt es mich an“ für Viola und Akkordeon zu. Das elektroakustische Titelstück „rosebud“ generiert sich direkt über Sensoren aus dem Tanz. Anregend und frisch! Ecki Ramón Weber

Matthias Krüger: Rosebud

Tobias Hagedorn (Orgel), Claudia Chan (Klavier), Xavier Larsson Paez (Saxophon), Sofia von Atzingen (Viola), Nejc Grm (Akkordeon), Victor Virnot (Tanz), Matthias Krüger (Live-Elektronik)

Wergo

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